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Samstag, 31. Januar 2009Midnight Commander
Der Midnight Commander ist ein Dateimanager und etwa dem "Norton Commander" wie man ihn von DOS kennt nachempfunden. Obwohl es sich bei dem Midnight-Commander um ein Programm aus Linux-Urzeiten handelt, ist die Entwicklung gerade erst wieder aufgenommen worden.
Die Verzeichnisse werden in zwei Fenstern gleichzeitig dargestellt. Auf diese Weise hat man immer zugleich das Quell- und das Zielverzeichnis auf dem Bildschirm, so daß die Dateien ungleich schneller bewegt und bearbeitet werden können als mit nur einem Fenster. Die Grundfunktionen haben dieselbe Tastaturbelegung wie der Norton Commander. Beim Laufwerkswechsel enden jedoch die Gemeinsamkeiten schon. Startet man mit "mc -b" hat man weiße Schrift auf schwarzem Grund. Zum Navigieren sollte man lynx-like-motion unter Options, Configuration aktivieren (F9 für Menü). Dann ist Cursortaste links Verzeichnis nach oben, Cursortaste rechts Verzeichnis nach unten. Man sollte die Hotlist-Funktion benutzen: Erst STRG+x, dann h definiert Verzeichnis als neuen Hotlist-Punkt (z.B. /media/cdrom/ für das CD-ROM-Laufwerk); STRG+AltGR+\ öffnet die Hotlist. Ausführbare Dateien werden mit einem zusätzlichen * angezeigt. Will man den Inhalt einer rpm-Datei anzeigen lassen, um etwa einzelne Dateien zu extrahieren, muß man die rpm-Datei auswählen und auf Enter drücken. Das geht aber nur, wenn für die Datei nicht das Attribut "ausführbar" gesetzt ist, denn sonst versucht der Midnight Commander, die Datei auszuführen. Also muß man gegebenenfalls zuvor mit chmod (erst STRG+x, dann c) der Datei das Attribut "ausführbar" nehmen. Dateien suchen geht mit ALT+Shift+?. FTP-Zugriff: Im Menü (F9) unter Links und Rechts. Die FTP-Adresse muß in Format einer E-Mail-Adresse eingegeben werden. Danach fragt der Midnight Commander nach dem FTP-Passwort, dann sollte das FTP-Verzeichnis im Fenster dargestellt werden. Für KDE ist der Krusader ganz gut, der Krusader unter Gnome geht auch. Donnerstag, 31. Juli 2008grub install
Eigentlich ist die Installation von Grub ganz einfach, was gibts dazu groß zu sagen? Um den Grub schreiben in der Konsole als root "grub-install /dev/sda" eingeben, das installiert dir grub auf die erste Platte. Das braucht man meist wenn der Grub ist weg nach XP-Neuinstallation.
Statt "Reparatur des installierten Systems" (kann man natürlich immer sehr einfach machen wenn man von der Suse-CD bootet, aber falls das scheitert) kann man auch mit "Installiertes System starten" auf die Kommandozeile gehen und als root "grub-install /dev/hda" ausführen. Das sollte noch immer mit dem Original-Script funktionieren, das unter "/usr/sbin" liegt. Ich habe gestern eine Suse Linux 10.3 Livecd auf meinem USB-Stick (1 GB) installiert. Habe das Install-Programm der CD genutzt, Formatierung erstellen, Dateisystems ohne Probleme, als es dann ans installieren von Grub ging kam eine Fehlermeldung nach der anderen. Man kann auch auch ein anderes Installationsziel für GRUB angeben. Außerdem kann der Grub auch Windows booten. In diesem Fall hier würde ich vermuten dass die Grubdateien auf der internen Platte sein müssten, und sich nicht wie es die Installationsroutine wahrscheinlich gerne machen möchte, mit auf die externe Platte kommen. Wenn man eine Festplatte ausbauen möchte, muss man drauf achten dass der Boot-Loader nicht im MBR der Platte installiert ist. Wenn man die ausbaut, dann fehlt der. Wenn es das ist, dann kann man mit "grub-install" in den MBR der neuen Platte installieren. Man kann Grub auch auf Diskette installieren. Dann musst man natürlich die Diskette immer einlegen, um die SuSE zu booten. Das kann man unter Yast/System/Bootloader oder per "grub-install /dev/fd0" machen. Dienstag, 1. Juli 2008passwd
passwd ändert Passwörter für Benutzer- und Gruppen-Accounts. Ein normaler Benutzer kann nur das Passwort für seinen eigenen Account ändern, der Superuser dagegen für jeden beliebigen. Der Administrator einer Gruppe kann das Passwort für die Gruppe ändern. passwd ändert auch Account-Informationen, so wie den vollen Namen des Benutzers, seine Login-Shell oder Passwort-Ablaufzeiten- und Intervalle.
Bei Passwort-Änderungengibt wird der Benutzer zuerst nach seinem alten Passwort gefragt, sofern es eines gibt. Dieses Passwort wird dann verschlüsselt und mit dem gespeicherten Passwort verglichen. Der Benutzer hat nur einen Versuch, das Passwort richtig einzugeben. Dem Superuser ist es erlaubt, diesen Schritt zu überspringen, so dass vergessene Passwörter geändert werden können. Nachdem das Passwort eingegeben wurde, werden die Alterungsinformationen ausgewertet, um festzustellen, ob der Benutzer sein Passwort jetzt ändern darf. Wenn nicht, verweigert passwd die Änderung und beendet sich. Der Benutzer wird anschließend nach einem neuen Passwort gefragt. Dieses Passwort wird auf seine Komplexität hin getestet. Als Richtlinie gilt, dass Passwörter aus 6 bis 8 Zeichen bestehen sollten. Dabei muss darauf geachtet werden, nicht die die systemweit voreingestellten Löschzeichen zu verwenden. passwd weist nicht hinreichend komplexe Passwörter zurück. Wird das Passwort akzeptiert, so fragt passwd erneut nach und vergleicht den zweiten Eintrag mit dem ersten. Beide müssen übereinstimmen, damit die Änderung vorgenommen wird. Wenn die Option -g benutzt wird, wird das Passwort für die angegebene Gruppe geändert. Die Option -i wird benutzt, um einen Account zu sperren, nachdem das Passwort eine bestimmte Zahl Tage abgelaufen war. Nachdem ein Account die Tage ein abgelaufenes Passwort gehabt hat, kann der Benutzer sich nicht mehr anmelden. Benutzer-Accounts können mit den Flags -l und -u gesperrt und entsperrt werden. Die Option -l sperrt einen Account, indem das Passwort in einen Wert geändert wird, der keinem möglichen verschlüsselten Wert entspricht. Die Option -u entsperrt den Account wieder, indem das Passwort auf den vorherigen Wert zurückgesetzt wird. Wenn die Gültigkeit des Passworts eines Accounts unverzüglich ablaufen soll, kann die Option -e benutzt werden. Dies zwingt den Benutzer dazu, das Passwort beim nächsten Einloggen zu ändern. Es kann auch die Option -d benutzt werde, um das Passwort eines Benutzers zu löschen (es auf das leere Passwort zu setzen). Beim Umgang mit dieser Option ist Vorsicht geboten, da sie unter Umständen dazu führt, dass der Account überhaupt kein Passwort benötigt; das lässt das System offen für Eindringlinge. Der Status eines Accounts wird mit der Option -S ausgegeben. Diese Statusinformation besteht aus 6 Teilen. Der erste Teil gibt an, ob ein Benutzer-Account gesperrt ist (L), kein Passwort (NP) oder ein nutzbares Passwort (P) hat. Der zweite Teil gibt das Datum der letzten Passwortänderung an. Die nächsten vier Teile sind das Minimalalter, Maximalalter, Warnungszeitraum und Inaktivierungszeitraum für das Passwort. Die Sicherheit eines Passworts hängt von der Stärke des Verschlüsselungsalgorithmus' und der Größe des Schlüsselraumes ab. Die UNIX-System-Verschlüsselungsmethode beruht auf dem NBS-DES-Algorithmus und ist sehr sicher. Die Größe des Schlüsselraumes hängt von der Zufälligkeit des ausgewählten Passworts ab. Die Option -s veranlasst passwd, chsh aufzurufen, um die Shell des Benutzers zu ändern. Genauso wird bei der Option -f das Programm chfn aufgerufen, um das Gecos-Feld der Benutzer-Information zu ändern. Diese Optionen sind nur aus Kmpatibilitätsgründen vorhanden, da die anderen Programme direkt aufgerufen werden. Einschränkungen der Passwortsicherheit rühren meist von sorgloser Auswahl oder Handhabung der Passwörter her. Aus diesem Grund sollte ein Passwort gewählt werden, das nicht in einem Wörterbuch auftaucht und auch nicht niedergeschrieben werden muss. Das Passwort sollte auchkein Eigenname, das Kfz-Kennzeichen des Benutzers oder gar Geburtsdatum oder Anschrift sein. Diese können alle als Ausgangspunkt zum Erraten benutzt werden und gefährden damit die Systemsicherheit. Man kann sich ziemlich sicher sein, dass nur wenige Cracker das in ihren Wortlisten haben werden. Man sollte sich allerdings eigene Methoden zur Konstruktion von Passwörtern aussuchen und sich nicht nur auf die hier angegebenen Methoden verlassen. |
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